Heute gibts mal ne kleine Geschichte, die der Alltag hier geschrieben hat. Ich versuchs mal chronologisch aufzuschreiben, dass keiner der Schritte vergessen wird.
Jemand will hier im Haus wohnen, aber es gibt kein Zimmer mehr, das für längere Zeit vergeben werden kann. Erst in einigen Wochen oder Monaten wird ein entsprechender Raum frei werden.
Kurzerhand wird ein Zimmer, das eigentlich ein kleiner Versammlungs-/ Gemeinschaftsraum war zu einem zu einem persönlichen Raum umfunktioniert. Dazu haben wir zunächst mal geputzt und ein Bett reingestellt. Jetzt fehlt nur noch ein Schrank und damit nahm die Geschichte ihren Lauf:
1) Es gibt einen verfügbaren Schrank in einem etwas abgelegenen Gang. Diesen haben wir erstmal ausgeräumt.
2) Dann mussten wir feststellen, dass wir den unmöglich alleine transportieren können, dazu war er einfach zu monströs.
3) Zwei andere Brüder der Gemeinschaft wurden als Tragehelfer gefunden. Bei der Betrachtung des Zielobjektes und seines Bestimmungsortes wurde befunden, dass der Schrank viel zu schwer ist und er abgebaut werden muss.
4) Gar kein Problem haben wir uns gedacht, das sind ja nur ein paar Schrauben und Winkel die den zusammenhalten. Doch neine! Bald schon mussten wir feststellen, dass die Rückwand in einer kombinierten Schraub-Nageltechnik befestigt war. Also haben wir angefangen mühselig die Nägel rauszuziehen und dann....krach...knarks....rums...das erste Wandsegment war losgelöst und gleichzeitig die Stabilität des Schrankes gebrochen, weshalb der ganze Schrank in seine Einzelteile zerfiel. Wenigstens konnten wir ihn jetzt tragen.
5) Alle Teile am vorgesehenen Ort - Der Aufbau konnte beginnen. Nach und nach waren alle Segmente wieder mit einiger Mühe an ihrem Ursprungsort plaziert. Es fehlte nur noch ein letztes und dann konnte alles zusammengeschraubt werden .... krach...knarks....rums.... Was ist das? Der ganze Schrank ist in seine Einzelteile zerfallen. Alle Mühe einer
Dreiviertelstunde war umsonst. Außerdem war es au schon eine halbe Stunde nach Feierabend. Nachdem unser Mut so und so gebrochen war musste der Schrank also noch eine Nacht warten.
Das Ergebnis des Tages könnt ihr auf dem Bild hier sehen.
6) Neuer Runde neues Glück. Diesesmal mit einem Chef deutscher Nationalität, der noch zusätzlich ein Meister des Heimwerkerkertums ist. Diesesmal sollte an allen möglichen Stellen die Stabilität verstärkt werden. Doch schon bald bemerkten wir, dass wir den Schrank einmal aufgebaut nie mehr aus dem Zimmer tragen können würden, weil man ihn nicht aus der Tür in den Gang bekommt. Also wurde die Mission schon recht schnell wieder abgebrochen.
7) In den folgenden ein bis zwei Wochen wurde nur eine alternativer Schrank besorgt und die Teile des maroden in ein anderes Zimmer transportiert bis sich zwei tapfere Heimwerker fanden, deren Motivation nicht von den sechs vorausgehenden Schritten belastet ware, die denn Schrank dann in weniger als einer Stunde aufbauten. Jetzt steht er wenigstens und kann benützt werden.
Auch das ist ein Foto wert (man bemerkt schnell, dass es nun ein anderes Zimmer geworden ist ^^)