Donnerstag, 10. September 2009

l'armoire = der Schrank

Jetzt hab ich schon länger nichts mehr von mir hören lassen. Mir geht es aber immer noch gut. In der Zwischenzeit gab es einfach noch paar Sachen zu organisieren, die zum Teil sehr zeit- und kraftaufwendig waren und da musste sich das bloggen etwas gedulden. Ich hoffe, dass wird jetzt besser werden.
Heute gibts mal ne kleine Geschichte, die der Alltag hier geschrieben hat. Ich versuchs mal chronologisch aufzuschreiben, dass keiner der Schritte vergessen wird.
Jemand will hier im Haus wohnen, aber es gibt kein Zimmer mehr, das für längere Zeit vergeben werden kann. Erst in einigen Wochen oder Monaten wird ein entsprechender Raum frei werden.
Kurzerhand wird ein Zimmer, das eigentlich ein kleiner Versammlungs-/ Gemeinschaftsraum war zu einem zu einem persönlichen Raum umfunktioniert. Dazu haben wir zunächst mal geputzt und ein Bett reingestellt. Jetzt fehlt nur noch ein Schrank und damit nahm die Geschichte ihren Lauf:
1) Es gibt einen verfügbaren Schrank in einem etwas abgelegenen Gang. Diesen haben wir erstmal ausgeräumt.
2) Dann mussten wir feststellen, dass wir den unmöglich alleine transportieren können, dazu war er einfach zu monströs.
3) Zwei andere Brüder der Gemeinschaft wurden als Tragehelfer gefunden. Bei der Betrachtung des Zielobjektes und seines Bestimmungsortes wurde befunden, dass der Schrank viel zu schwer ist und er abgebaut werden muss.
4) Gar kein Problem haben wir uns gedacht, das sind ja nur ein paar Schrauben und Winkel die den zusammenhalten. Doch neine! Bald schon mussten wir feststellen, dass die Rückwand in einer kombinierten Schraub-Nageltechnik befestigt war. Also haben wir angefangen mühselig die Nägel rauszuziehen und dann....krach...knarks....rums...das erste Wandsegment war losgelöst und gleichzeitig die Stabilität des Schrankes gebrochen, weshalb der ganze Schrank in seine Einzelteile zerfiel. Wenigstens konnten wir ihn jetzt tragen.
5) Alle Teile am vorgesehenen Ort - Der Aufbau konnte beginnen. Nach und nach waren alle Segmente wieder mit einiger Mühe an ihrem Ursprungsort plaziert. Es fehlte nur noch ein letztes und dann konnte alles zusammengeschraubt werden .... krach...knarks....rums.... Was ist das? Der ganze Schrank ist in seine Einzelteile zerfallen. Alle Mühe einer
Dreiviertelstunde war umsonst. Außerdem war es au schon eine halbe Stunde nach Feierabend. Nachdem unser Mut so und so gebrochen war musste der Schrank also noch eine Nacht warten.
Das Ergebnis des Tages könnt ihr auf dem Bild hier sehen.


6) Neuer Runde neues Glück. Diesesmal mit einem Chef deutscher Nationalität, der noch zusätzlich ein Meister des Heimwerkerkertums ist. Diesesmal sollte an allen möglichen Stellen die Stabilität verstärkt werden. Doch schon bald bemerkten wir, dass wir den Schrank einmal aufgebaut nie mehr aus dem Zimmer tragen können würden, weil man ihn nicht aus der Tür in den Gang bekommt. Also wurde die Mission schon recht schnell wieder abgebrochen.
7) In den folgenden ein bis zwei Wochen wurde nur eine alternativer Schrank besorgt und die Teile des maroden in ein anderes Zimmer transportiert bis sich zwei tapfere Heimwerker fanden, deren Motivation nicht von den sechs vorausgehenden Schritten belastet ware, die denn Schrank dann in weniger als einer Stunde aufbauten. Jetzt steht er wenigstens und kann benützt werden.
Auch das ist ein Foto wert (man bemerkt schnell, dass es nun ein anderes Zimmer geworden ist ^^)

Freitag, 4. September 2009

le départ = die Abfahrt

Das ist also der erste post aus Frankreich. Mittlerweile bin ich gut angekommen und hab meine ersten Arbeitstage hinter mir.
Am Samstag hat noch meine Cousine geheiratet, und die letzten zwei Tage war ich noch das letzte mal im Gottesdienst und hatte noch zwei echt schöne Abschiedsfeste...
Die Fahrt selber hat dann mit allen Umstiegen wunderbar geklappt. Es bleibt zwar schikanös, aber solange alles nach Plan läuft, ist es ganz erträglich...Trotzdem erstaunlich, dass man obwohl man den ganzen Tag im Zug gesessen ist, doch irgendwie erledigt ist.

Die Ankunft jedenfalls war auch super und mein Zimmer hat sich im Vergleich zu dem der Probewoche doch ziemlich verbessert. Irgendwann, nachdem auch schon ein paar gefragt haben, werd ich mal Bilder zeigen, aber im Moment ist das leider nicht öffentlich :-)
Ansonsten ist hier noch alles recht ungeordnet, weil alle erst aus den Ferien zurückkommen und sich der Ablauf hier erst noch einspielen muss. Deswegen kann ich auch nicht wirklich sagen, was ich machen muss. Ich hab manchmal abends selber Schwierigkeiten, wenn ich überleg, was ich morgens und den ganzen Tag gemacht hab. Es sind halt ganz viele Kleinigkeiten, die so anfallen.

Das war denk ich erst mal das, was man so sagen kann. Vielleicht gibts mal noch ein Post über die Gemeinschaft, bei der ich untergekommen bin und über das Haus hier im Speziellen.
Bis dahin, Salut!

Achso, und sorry übrigens für das Layout hier, es ist echt mehr als uninteressant. Alles weiß und kein einziges Bild. Irgendjemand muss das bei Gelegenheit mal ändern! :-)

Freitag, 28. August 2009

le début = der Anfang

Mit diesem Post soll also der Blog gestartet werden, der mich im nächsten Jahr begleiten soll. Ob ich es tatsächlich ein Jahr durchhalte hier zu schreiben, steht noch in den Sternen, aber ich will es zumindest mal versuchen.
Ab dem ersten September werde ich jedenfalls in Lyon sein. Dort bin ich in einem Haus der Gemeinschaft Chemin Neuf untergebracht und an ganz verschiedenen Stellen mithelfen und am Gemeinschaftsleben teilnehmen. Genaueres gibts dann, wenn ich vor Ort bin
Die ganz großen organisatorischen Vorbereitungen sind mittlerweile abgeschlossen und ich hoff mal, dass ich nichts Wichtiges vergessen hab.
Jetzt sollte ich mich ganz praktisch mal dem Packen und meinem Zimmer widmen, aber irgendwie versuch ich mich davor zu drücken. Das hat sowas endgültiges. Außerdem muss man so viel dalassen, was man mit Sicherheit zwar nicht vermissen wird, aber wer weiß, vielleicht könnte ichs ja mal gebrauchen.
In Deutschland liegen neben den letzten Vorbereitungen noch eine Hochzeit und zwei kleinere Abschiedsfeiern vor mir und dann gehts in vier Tagen auch schon los...